Sabbatical-Trend: Längere Auszeiten im Beruf bleiben die Ausnahme

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Im Rahmen einer Umfrage des Online-Reisebüros Opodo haben sich 12.000 Reisende* aus acht Ländern zu ihren Interessen und Möglichkeiten rund um das Thema Sabbatical, einer vom Arbeitgeber ermöglichten Form des Langzeit- oder Sonderurlaubs, geäußert.

Das Ergebnis: Viele Deutsche würden sich eine längere Auszeit wünschen, ohne Bezahlung sei dies für einen Großteil aber nur schwer umsetzbar. Rund 63 Prozent der Befragten könnten sich zwar ein Sabbatical gut vorstellen, doch knapp der Hälfte der Befürworter fehlten die finanziellen Mittel, um eine vom Arbeitgeber unbezahlte Auszeit zu nehmen. Dabei seien sich 60 Prozent der deutschen Teilnehmer sicher, dass sie nach einer längeren Berufspause belastbarer in ihre Position zurückkehren würden; 44 Prozent versprechen sich zudem mehr Selbstsicherheit und Souveränität am Arbeitsplatz.

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Unterstützung vom Arbeitgeber selten – auch in anderen Ländern

Im internationalen Vergleich sehe es ähnlich aus: Der Wunsch nach ausgiebigem Abstand vom stressigen Arbeitsleben sei groß, doch nur wenige Arbeitgeber seien bereit, ein solches Vorhaben auch finanziell zu unterstützen. Nur 16 Prozent der französischen sowie 15 Prozent der U.S.-amerikanischen Befragten gaben an, dass ein bezahltes Sabbatical in ihrem Beruf möglich wäre; die restlichen Länder lagen bei dieser Frage unter acht, Portugal sogar nur bei drei Prozent. Selbst bei der unbezahlten Variante unterscheidet sich das Ergebnis kaum: Französische (16%) und britische (13%) Arbeitgeber ermöglichen diese Art von Auszeit noch am ehesten.

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Gesundheit und Abstand zum Arbeitsalltag stehen im Fokus

Aber warum überhaupt eine lange Auszeit nehmen? Als häufigste Beweggründe dafür, sich für eine Weile aus dem Berufsleben zu verabschieden, nannten die meisten Deutschen den Rückzug von Stress und Belastung (49%) sowie körperliches (42%) und mentales (41%) Wohlbefinden. Auch gemeinsame, ausgiebige Reisen mit dem Partner seien für viele eine verlockende Vorstellung. Das gelte besonders für die befragten U.S.-Amerikaner (34%), Spanier (33%), Portugiesen (31%) und Deutschen (31%).

Ein paar Wochen Sommerurlaub reichen kaum aus

Deutlich werde auch, dass ein- oder zweiwöchige Reisen nicht lang genug seien, um richtig abzuschalten und den beruflichen Druck komplett hinter sich zu lassen. Viele deutsche Umfrageteilnehmer fühlten sich zwar nach einer Urlaubsreise entspannt und könnten ausgeglichener ihre Arbeit wieder aufnehmen (48%), doch die Motivation lasse zu wünschen übrig, wenn man frisch aus dem Ferienparadies zurück sei; 24 Prozent gaben sogar an, dass ihr Arbeitsantrieb direkt nach dem Urlaub am geringsten sei.

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