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Schleswig-Holstein: Kreuzfahrten sollen sauberer werden

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Noch werden Hafenstädte durch brennstoffbetriebene Schiffe mit Lärm und Schadstoffen belastet, das will die neue Landesregierung Schleswig-Holstein ändern.

Die aktuelle Diskussion um die Stickstoffoxid-Belastung der Innenstädte durch Diesel-Pkw ist in aller Munde. Ministerpräsident Daniel Günther hat dies zum Anlass genommen, an die Bundesregierung zu appellieren, die Rahmenbedingungen für die Landstromversorgung ziviler Schiffe zu verbessern. In einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel bittet er darum, diese Frage in die weiteren Erörterungen zur Begrenzung der Stickstoffdioxidbelastungen in den Kommunen einzubeziehen und bei den weiteren Entscheidungen zu berücksichtigen.

Wachstum von Kreuzfahrt- und Fährverkehr belastet Hafenstädte

"Für das Tourismusland Schleswig-Holstein sind der Kreuzfahrtsektor und der kombinierte Fährverkehr wichtige Wirtschaftsfaktoren mit hohem Wachstumspotenzial", schreibt Günther an Merkel. Kreuzfahrer liefen immer häufiger die schleswig-holsteinischen Häfen an. Diese positive Entwicklung gehe allerdings mit einer zunehmenden Belastung für die Luft einher.

Landstrom soll Brennstoff ablösen

Für die Reedereien sei es derzeit wirtschaftlicher, die Schiffe mit Marinegasöl als Brennstoff zu generieren, anstatt Landstrom beispielsweise aus regenerativen Energien zu nutzen, schreibt Günther weiter. Damit würden die Hafenstädte mit Lärm und Kohlendioxid, Schwefel- und Stickstoffoxiden sowie Rußpartikeln belastet. Für das Energiewendeland Schleswig-Holstein, im dem ein Stromüberschuss produziert werde, müsse Landstrom deshalb "die günstigere Option" werden.

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